G. Weil & die Märchen aus "1000 und eine Nacht" - Ferienwohnung Haus am Altenberg

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G. Weil & die Märchen aus "1000 und eine Nacht"

Gustav Weil (* 25.April 1808 in Sulzburg, + 19.August 1889 in Badenweiler)
Gustav Weil, der Übersetzer der arabischen Erzählungen aus "Tausend und einer Nacht" ins Deutsche, kam am 25.April 1808 in Sulzburg zur Welt als ältestes Kind von Babette und Gottschalk Weil, Vorsteher der jüdischen Gemeinde.
Gustav Weil beschreibt seine Jugendzeit so: "Bis zuende meines zwölften Jahres besuchte ich die dortige Ortsschule, ... außerdem noch den Privatunterricht des dortigen Stadtpfarrers Gerwig. Im Jahre 1820 nahm mich mein Großvater, Consistorialrabbiner in Metz,  zu sich, ... um mich selbst zu unterrichten." Der Dreizehnjährige besucht auch das dortige Lyzeum. 1826 studiert er in Mannheim, danach (1828-1830) in Heidelberg. Er entdeckt in dieser Zeit neben dem Studium der Theologie seine Vorliebe für die Philologie und besonders für orientalische Sprachen.
Nach kurzem Studium in Paris macht er sich zu einer Reise nach Algier auf, reist aber bald über Alexandria nach Kairo. Hier und in Konstantinopel erlernt er mit der ihm eigenen Gründlichkeit weitere Sprachen: Türkisch, Arabisch, Persisch, Syrisch. Weil schreibt für den Stuttgarter Verleger Cotta (Augsburger Allgemeine Zeitung), für den u.a. auch Heine korrespondiert, Aufsätze über Politik, Kultur und Literatur des Orients. Er arbeitet später als Lehrer und Übersetzer in der Nähe Kairos.
1836  erfolgt in Tübingen Weils Promotion mit seinem in Buchform vorliegenden Werk über Zamasharis 'Goldene Halsbänder'. 1838 bis 1841 arbeitet er an seinem großen Werk, eine aus dem arabischen Urtext übersetzte Fassung der arabischen Erzählungen aus "Tausend und eine Nacht". Eine weitere umfängliche  Arbeit Weils war eine Lebensgeschichte Mohammeds und verfasste eine "Historisch-kritische Einleitung in den Koran". Sein umfassendstes Werk ist eine Geschichte der Chalifen in drei Bänden (1846-1851).
1845 wird Gustav Weil als erster Jude in Deutschland außerordentlicher Professor für orientalische Sprachen. Am 7.August 1861 wird Gustav Weil nach persönlicher Entscheidung von Großherzog Leopold - gegen den Entschluss der Fakultät - endlich zum ordentlichen Professor ernannt. Weil erfährt in der Folgezeit aber Anerkennung und hohe Auszeichnungen, wird 1884 "Hofrat" und ist Mitglied in wissenschaftlichen Gesellschaften im In- und Ausland. Zuletzt lebt er bei Freunden in Badenweiler in der "Villa Hedwig" des damaligen Bürgermeisters Krautinger. Gustav Weil stirbt am 19.August 1889 und findet auf dem israelitischen Friedhof seine Ruhestätte. An ihn erinnern in Sulzburg sein Geburtshaus und ein Straßenname.
[Literaturhinweis: Kunst, Thermen Wein. Entdeckungsreisen durch das Markgräflerland (D.Philipp, J.Grosspietsch, A.Herbener, R.Rubsamen), Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg 2006]
Professor Gustav Weil
Gustav Weils Koran-Einleitung
G.Weil: Tausend und eine Nacht
Ilge
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