Wappenlilie

 

Willkommen im Haus am Altenberg

im Wein- und Liliendorf  Laufen im Markgräflerland

 

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Der Hisgiir
Am Ostermontag zieht der Hisgiir mit seinem Gefolge mit viel Geschrei durch´s Dorf.
Ein alter Brauch, der seine Wurzeln vermutlich in keltischen Beltane–Feiern hat,
wird in Laufen und St.Ilgen noch gepflegt.

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Im Brauchtum ist der Hisgiir als Wintersymbol und unheimliche Gestalt in vielen alemannischen Regionen vom Tirol bis nach Baden nachgewiesen, als Strohmann oder Moosmann, zumeist an Ostermontag oder Laetare.

Alles ist wie ein Männer-bündnerischer geheimer Ritus: Die Buben teilen die Gaben später untereinander auf und halten nach dem anstrengenden Umherziehen im Dorf ein Gelage. Wer der Hisgiir ist und wer es im nächsten Jahr sein wird, muss aber geheim bleiben.

Es sind allein die Buben, ein unheimlicher Strohmann voraus. Die Anonymität des Hisgiir, ganz in Stroh eingekleidet, ist wie ein Zauber. Die Buben schreien laut ihre Reime: „Hiiri, haari, heieri. Dr Hisgiir isch e Baieri, dr Hisgiir isch e brave Ma. Er wott gern Eier un Anke ha!“(Baieri=Bajazzo, Possenreißer, unberechenbarer Geselle; Anke=Butter). Die Buben schreien nicht nur Sprüche, sondern auch Drohungen für den Fall, dass sie keine Eier oder andere Gaben erhalten (die natürlich nicht in die Tat umgesetzt werden). Erhält der Hisgiir Geschenke (Eier, Butter, Geld,...), fordert man zum Dank: „Dr Hisgiir soll ufgumpe!“ so dass die Schellen und Glocken am Häs klingen.
Das Kleid des Hisgiir besteht in Laufen vollständig aus Roggenstroh. Früher wurde das in jedem Jahr neu gefertigt und war einfacher gebaut. Traditionserfahrene Väter der Hisgiir-Buben gingen helfend zur Hand. Jedoch war irgendwann nicht mehr alljährlich handgedroschenes Roggenstroh verfügbar. So stellte vor etwa 30 Jahren Hanspeter Grether für seinen Sohn Helmut ein sehr aufwändig gefertigtes Hisgiir-Häs her, das 3 Dekaden lang immer wieder repariert und von jedem neuen Hisgiir benutzt wurde.
Der Laufener Hisgiir trägt seit 2006 ein neues Strohkleid, das der ‚Alt-Hisgiir’ Helmut Grether fertigte. Er baute ausschließlich dafür Roggen an, das Roggenstroh musste von Hand gedroschen werden. Dann wurden lange Stroh-Zöpfe geflochten, die zu Arm-, Bein- und Leibkleidern und zu einem großen Hut vernäht wurden. Dazu kommt ein langer Schwanz aus einem Stroh-Seil. Das Häs ist mit Schellen behangen (2014 erneuert).